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Genesis 28

Jakob auf der Flucht

Erstellt von Mirjam Heintzeler f├╝r den Kindergottesdienst
in der evang.-lutherischen Kirchengemeinde Freising am 16. Okt. 2005

Begr├╝├čung durch Max

Kinder und Erz├Ąhlerin sitzen auf Kissen im Kreis. Die Puppe Max begr├╝├čt reihum die Kinder, nennt sie bei ihrem Namen und begr├╝├čt die Eltern im Hintergrund.

Erz├Ąhlung der Geschichte: Jakob auf der Flucht

Der Stein, das Land, die Menschen

Max hat heute etwas mitgebracht: einen Stein - und eine Geschichte dazu.
Ihr denkt: Eine Geschichte zu einem Stein ┬ľ was soll das denn geben?
Ich will es euch gleich erz├Ąhlen ┬ľ aber zuerst: F├╝hlt doch mal den Stein!

Stein herumreichen

Den Stein legen wir hier in die Mitte, auf dieses Tuch.

Gro├čes Tuch ausbreiten, Stein in die Mitte legen.

Max hat auch Menschen-Figuren mitgebracht, schaut her, vier Figuren:

4 Figuren nacheinander hervorholen.

Hier haben wir zuerst einmal den alten Vater, er hei├čt Isaak;
das hier ist seine Frau Rebecca.
Und hier sind die beiden Br├╝der:
Esau, der Erstgeborene, der gerne auf die Jagd geht.
Und Jakob, der J├╝ngere von den Zwillingen, der durch List den Segen des Vaters erhalten hatte.

(Zur Erkl├Ąrung: In einem Anspiel im Plenum wurde die Vorgeschichte, Jakobs List, kurz dargestellt, damit die Kinder den Beginn der Geschichte kennen und wissen, warum Jakob auf der Flucht ist.)

Isaak, Rebecca und Esau leben hier, mit ihren Knechten und mit ihren Tieren, bei ihren Zelten.

Die Figuren von Isaak, Rebecca und Esau werden am ├Ąu├čeren Rand des Tuches aufgestellt

Hier haben wir Laban, den Onkel von Jakob. Er lebt weit weg von den anderen.

Die Laban-Figur wird auf der gegen├╝ber liegenden Seite aufgestellt, wir haben somit eine Linie von der gruppe Isaak, Rebecca, Esau ├╝ber den Stein zu Laban hin.



Der Weg

Und dazwischen - zwischen Isaak und Laban? Da ist ein langer, sandiger, einsamer Weg, er f├╝hrt ├╝ber Berge, es ist ein Weg ohne Schatten und ohne D├Ârfer oder Menschen.

Wegstrecke wird angezeigt.

Jakob ist hier, allein, unterwegs, auf dem Weg.

Jakob-Figur steht zwischen Isaak und dem Stein.

Jakob ist allein, zum ersten Mal richtig allein, er hat Angst, Angst vor seinem Bruder. Und er ist traurig dar├╝ber, dass seine Eltern ihn weggeschickt haben. Weit weg soll er gehen, zu seinem Onkel Laban, den er noch nie gesehen hat, in ein fremdes Land, weit weg von zu Hause!

Die Nacht - der Traum: Gottes Versprechen

Den ganzen Tag schon ist er unterwegs, nun wird es Abend, es wird kalt und d├╝ster. Jakob denkt daran, wie sein Gro├čvater Abraham und sein Vater gebetet haben zu Gott - zu ihrem Gott. Sie haben gebet und Gott gedankt, dass er immer bei ihnen ist und sie begleitet. Ob dieser Gott wohl auch mit ihm, Jakob, geht und bei ihm ist?

M├╝de sucht Jakob einen Platz, wo er schlafen kann. Er legt sich hin, doch er kann nicht einschlafen. Ganz dunkel ist es um ihn, er sieht nicht einmal Sterne am Himmel. Schlie├člich findet Jakob einen Stein ┬ľ so einen wie diesen hier ┬ľ, den er wie ein Kissen unter seinen Kopf legt. Endlich schl├Ąft er ein.

Jakob-Figur legt sich hin zum schlafen, mit dem Kopf auf dem Stein.



Doch was ist das? Im Traum sieht Jakob einen Leiter neben sich, eine Leiter wie aus Lichtstrahlen gemacht! Er schaut die Leiter hoch ┬ľ immer h├Âher muss er blicken. Die Leiter nimmt gar kein Ende, sie f├╝hrt bis in den Himmel. Und auf der Leiter sieht Jakob im Traum Engel, sie steigen hinauf und hinunter, immer wieder, und singen dabei.

Pl├Âtzlich h├Ârt Jakob eine Stimme, Gottes Stimme, die sagt:

"Ich bin der Gott deines Gro├čvaters und deines Vaters.

Ich kenne auch dich und will dich segnen: Du wirst wieder hierher zur├╝ckkommen. Du, deine Kinder und Enkel, ihr werdet hier leben und hier zu Hause sein.

Und ich verspreche dir: Ich werde immer bei dir sein ┬ľ auf deiner Flucht und in der Fremde, und sp├Ąter bei deiner R├╝ckkehr, wenn du wieder hier sein wirst."

Ein neuer Tag - Jakobs Versprechen

Jakob wacht auf, er schaut sich um. Dieser Platz hier kommt ihm pl├Âtzlich wie etwas ganz Besonderes vor ┬ľ als ob hier wirklich, nicht nur im Traum, Gott ganz nahe ist und mit ihm gesprochen hat.

Jakob f├╝hlt, wie die Sonne aufgeht und es heller und w├Ąrmer wird. Er steht auf und schaut in die Richtung, in die er weiterziehen soll. Gestern sah alles noch ganz dunkel aus, doch nun sieht er, dass das Land gr├╝n ist, dass dort Zelte stehen und Menschen sind.

Hindeuten auf Laban-Figur



Pl├Âtzlich f├╝rchtet Jakob sich nicht mehr, er f├╝hlt sich stark und hat wieder Mut. Dankbar denkt er an seinen Traum und sagt zu sich:

"Dieser Platz ist wirklich Gottes Platz, hier ist Gott zu Hause.

Wenn es wirklich so sein wird, wie Gott zu mir im Traum gesagt hat, dann wei├č ich, dass der Gott, von dem mir mein Vater immer erz├Ąhlt hat, auch mein Gott ist und dieser Gott auch zu mir h├Ąlt.

Dann will ich an dieser Stelle ein Gotteshaus bauen."

Zur Erinnerung, damit er die Stelle wieder findet, richtet Jakob den Stein, auf dem er geschlafen hatte, so auf, dass er ihn gut wiedererkennen kann, wenn er hierher zur├╝ckkommen wird. Und er nennt die Stelle "Bethel", "Gottes Haus".

Der Stein wird aufgerichtet, Jakob zeigt Laban entgegen.

Kreative Vertiefung


Jedes Kind darf sich einen Stein aussuchen, malt darauf eine leuchtende "Himmelsleiter" und schreibt seinen Namen darauf.

Vorbereitung und Materialien

  • Puppe Max (Begr├╝├čung in der Gruppe)
  • Gr├╝ne oder sandfarbene T├╝cher
  • 5 Figuren: Isaak, Rebecca, Esau, Jakob, Laban
  • 1 glatter, runder Stein (Erz├Ąhlung)
  • Glatte Steine f├╝r die Kinder (Basteln)
  • Farbstifte, mit denen man die Steine bemalen kann.