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Jahreslosung 2007

Erstellt f├╝r den Kindergottesdienst
in der evang.-lutherischen Kirchengemeinde Freising am 21. Jan. 2007

Kindergottesdienst im Januar 2007

Erz├Ąhlerin:

Die Jahreslosung ist ein Wort Gottes an die Menschen, die an ihn glauben. Dieser Satz begleitet uns das Jahr ├╝ber, er tr├Âstet uns und macht uns fr├Âhlich oder mutig. Die Jahreslosung in diesem Jahr hei├čt

Siehe ich will Neues schaffen,
jetzt w├Ąchst es auf.
Erkennt ihr┬ĺs denn nicht?

Auch in diesem Jahr wollen wir zusammen die Jahreslosung lernen und sie singen ┬ľ doch dazu will ich euch erst einmal erz├Ąhlen, wann dieser Satz zum ersten Mal gesagt wurde.

Babylonische Gefangenschaft

Meist erz├Ąhle ich euch eine Geschichte, die in Israel spielt (gr├╝nes, langes Tuch ausbreiten).

Doch heute sind wir nicht in Israel: Das Land Israel ist zerst├Ârt (die eine Seite des Tuches zerkn├╝llen) ┬ľ daneben liegt eine gro├če W├╝ste (beiger Mittelteil des Tuches) ┬ľ und dann kommen wir in ein fruchtbares Land mit zwei gro├čen Fl├╝ssen und einer starken Stadt, Babylon (Fl├╝sse durch Stoffstreifen andeuten, Stadtmauer durch Baukl├Âtze andeuten).

Hier leben Menschen, deren Eltern und Gro├čeltern schon immer hier gelebt hatten, diese Menschen wissen: Hier sind wir zu Hause, hier geh├Âren wir her, hier bestimmt kein fremdes Volk ├╝ber uns. (Figuren in die Stadt stellen, Blickrichtung dieser Figuren in die Stadt hinein, weg von der Mauer).

Doch es gibt hier auch Menschen, die nicht gl├╝cklich sind und die hier nicht zu Hause sind: Abends treffen sich diese Menschen an den Ufern der Fl├╝sse (andere Figuren au├čerhalb der Stadt, am Fluss aufstellen). Dort sitzen sie, sie denken zur├╝ck an das Land, aus dem sie einst kamen ┬ľ vor 50 Jahren. Alle Menschen wurden weggef├╝hrt in die Gefangenschaft ┬ľ das Heimatland, Israel, wurde zerst├Ârt (auf das zerst├Ârte Israel hinweisen).

Und nun sind sie hier, in diesem Land, das eigentlich sch├Ân ist - in dem sie aber nicht zu Hause sind. Die anderen Menschen dort sehen sie als Fremde an von denen man sich besser fern h├Ąlt. Nicht einmal die Kinder d├╝rfen untereinander spielen ┬ľ sie sprechen ja auch verschiedene Sprachen, und in ihren Gebeten sprechen sie zu einem anderen Gott als die Babylonier.┬á ┬á

Abends sitzen sie beisammen, sie erz├Ąhlen sich von der Zeit in Israel und klagen dar├╝ber, was sie in Israel alles zur├╝cklassen mussten.

Ein neuer Prophet: Jesaja

Seit einiger Zeit gibt es einen, der die Israeliten in ihrem Klagen immer wieder unterbricht: Jesaja (Jesajafigur hinzuf├╝gen). Er ist einer der ihren, er kennt ihre Geschichte, sa├č selbst als Kind mit den Erwachsenen am Fluss und h├Ârte den Klagen zu. Doch seit einiger Zeit hat er selbst etwas zu sagen, er will das Volk wach r├╝tteln:

┬äWas soll denn euer Klagen? Was schaut ihr denn immer nur zur├╝ck und werdet dabei immer trauriger? Gott hat noch viel mit euch vor ┬ľ versinkt nicht in eurem Klagen, sondern schaut euch um. Achtet darauf, was Gott euch sagen will, und erkennt, was er noch mit euch vorhat.

Ich wei├č nicht, was Gott mit uns, seinem Volk, vorhat. Wenn ich aber an die Geschichten von fr├╝her zur├╝ckdenke, in denen Gott seinem Volk immer wieder geholfen hat, dann glaube ich ganz fest daran, dass Gott das auch heute tun kann: Dass er uns aus Babylon wegf├╝hrt!

Dass er uns von hier wegführt, ohne dass uns die Soldaten festhalten. Und dass er für uns einen Weg durch die Wüste findet und er uns diesen Weg zeigt (mit Gras o.Ä. einen Weg von Babylon nach Israel andeuten).

Dass wir auf diesem Weg immer wieder Wasserstellen und etwas zu essen finden (den W├╝stenweg entlang blaue Stoffst├╝cke als Wasser und N├╝sse als Nahrungsmittel verteilen, dazu einzelne der Israel-Figuren den Weg entlang aufstellen).

Und wenn wir in Israel angekommen sind, wird er uns zeigen, wo unser neues Zuhause ist, wo wir unsere H├Ąuser und St├Ądte bauen k├Ânnen und wo wir unseren Tempel wieder aufbauen sollen (mit Baukl├Âtzen H├Ąuser und Tempel andeuten).

Wenn ihr das erleben wollt, dann macht die Augen auf, damit ihr erkennt: Das Neue w├Ąchst jetzt schon auf!┬ô

So hat Jesaja gesprochen - und wir heute wissen , dass das alles wahr wurde und Gott sein Volk heim nach Israel f├╝hrte┬á (Die Kinder bauen die H├Ąuser in Israel auf und f├╝hren die Figure den W├╝stenweg entlang nach Israel ).

Jahreslosung: Jesaja 43, 19a

Die Jahreslosung will auch uns heute Mut machen:

„Seid offen für das Neue,
haltet die Augen auf und seid wachsam,
damit ihr erkennt, wenn etwas Neue zu euch kommt.“

Karte mit der Jahreslosung ausmalen, den Text lernen.

Kanon

  • Siehe
    (H├Ąnde aufeinander vor die Brust legen),┬á
    ... ich will Neues schaffen
    (H├Ąnde seitlich neben dem K├Ârper ausbreiten, H├Ąnde zeigen dabei nach unten)
  • jetzt w├Ąchst es auf.
    (H├Ąnde in gro├čem breiten Bogen nach oben f├╝hren)
  • ┬áErkennt ihr┬ĺs denn
    (Fragender Blick ringsum, dazu evt. Hand ├╝ber die Augen, wie bei einer Baseballkappe)
    ... nicht?
    (Beim Wort ┬änicht┬ô werden die H├Ąnde vor die Augen gelegt, so dass die Augen verdeckt sind. )

Beim Erkl├Ąren der Bewegungen kann man darauf hinweisen: Wenn wir nicht richtig schauen (d.h. wenn die Augen verdeckt sind), dann verpassen wir das Neue (die hoch erhobenen Arme), das Gott mit uns vorhat.

Vorbereitung

1 gro├čes, langes Tuch, das sich in drei Teile (gr├╝n-beige-gr├╝n) aufteilen l├Ąsst,
oder 3 einzelne T├╝cher: 2 gr├╝ne, ein beigefarbenes.

2 Stoffstreifen f├╝r die Fl├╝sse

Baukl├Âtze f├╝r Babylon

2 Figuren: Babylonier

Mehrere Figuren f├╝r die Israeliten, am besten: eine "Opafigur", ein Elternpaar, 2-3 Kinder

1 Figur: Jesaja

F├╝r den Weg durch die W├╝ste: Heu, blaue kleine Stoffst├╝cke, N├╝sse

Baukl├Âtze f├╝r H├Ąuser und Tempel in Israel

Karte mit dem Text und dem Kanon zur Jahreslosung,
Buntstifte zum Ausmalen der Karte.