... ├╝ber den Tellerrand hinaus
Startseite > Kirche > Kindergottesdienst > Lukas 10, 38-42

Lukas 10, 38-42

Martha und Maria


Ausarbeitung f├╝r Kinder im Vorschulalter: 3- bis 6-J├Ąhrige

Erstellt von Mirjam Heintzeler f├╝r den Kindergottesdienst
in der evang.-lutherischen Kirchengemeinde Freising am 19. M├Ąrz 2006

Begr├╝├čung in der Gruppe


Max begr├╝├čt wie gewohnt reihum die Kinder: Dann st├Âhnt er:

┬äGestern war Onkel Theodor zu Besuch und ich wusste gar nicht, was ich machen sollte: Ich wollte ihm zeigen, wie sch├Ân es bei mir ist, deshalb habe ich mein Zimmer faufger├Ąumt. Gleichzeitig aber wollte ich still bei ihm sitzen und ihm zuh├Âren, denn er musste ja bald wieder weg ..."

Erz├Ąhlerin:

Das ist wie in unserer Geschichte heute ┬ľ da muss sich auch jemand entscheiden zwischen arbeiten und zuh├Âren. Dazu habe ich zwei Figuren mitgebracht: Es sind zwei Schwestern, die eine hei├čt Martha, die andere Maria.

Erz├Ąhlung: Martha und Maria


Figuren anschauen, im Kreis herumgeben, Unterschiede benennen; evt. Thema ┬äGeschwister┬ô ansprechen ┬ů

Martha und Maria wohnen zusammen in einem kleinen Haus. Martha kocht gerne und h├Ąlt das Haus in Ordnung ┬ľ ihr gef├Ąllt es, wenn alles sch├Ân ordentlich ist. Maria setzt sich auch gerne mal hin, malt ein Bild oder denkt sich ein Gedicht aus. Aber vieles machen die beiden auch zusammen: Wenn die eine kocht, hilft ihr die andere, wenn die eine singt, stimmt die andere mit ein. ┬ů. So leben sie gut in ihrem Haus und vertragen sich meistens sehr gut.

Evt. ansprechen:
„Was macht Ihr / was machst du gerne?
Und wie ist das bei deiner Schwester/Bruder oder deiner Freundin/Freund - was macht die/der gerne?"


Martha und Maria leben in Israel zu der Zeit, als Jesus mit seinen J├╝ngern durch das Land zieht. Auch sie haben schon viel von Jesus geh├Ârt. Eines Tages erfahren sie, dass Jesus in ihr Dorf kommen wird ┬ľ Jesus, von dem sie schon so viel geh├Ârt haben! Ob sie ihn wohl auch sehen werden? Morgen schon soll er kommen ....

Da hat Martha eine Idee: Wir laden Jesus zu uns ein, dann k├Ânnen wir ihn auch sehen und h├Âren!

Schon fr├╝h am Morgen ist Martha unterwegs und hofft, Jesus rechtzeitig zu treffen, damit sie ihn einladen kann. Und tats├Ąchlich: Sie triff ihn und bittet ihn, zu ihr zu kommen. Und stellt euch vor: Jesus sagt zu! Schon am Mittag werden Jesus und seine J├╝nger zu ihr und Maria kommen!

Schnell springt Martha zum Markt, kauft Brot und Gem├╝se, dann geht sie schnell nach Hause. Dort r├Ąumt sie die Stube auf, fegt den Boden, legt Kissen hin, auf die Jesus und die J├╝nger sich setzen k├Ânnen. Und schon kommt Jesus an, er ruft nach ihr, und Martha l├Ąsst ihn ein. Sie f├╝hrt ihn und seine J├╝nger in die Stube, bietet ihnen zu trinken an und geht dann zum Kochen in die K├╝che ┬ľ Jesus soll sich richtig wohl f├╝hlen bei ihr, sie will etwas zu essen vorbereiten.

Pl├Âtzlich ├╝berlegt Martha, wo Maria wohl geblieben ist. Die k├Ânnte ihr doch helfen?!

Maria war ganz ├╝berrumpelt von Marthas Schnelligkeit, sie hat gar nicht recht verstanden, was Martha da vorhat: einladen, aufr├Ąumen, kochen ┬ů. Maria h├Ârt die Stimmen in der Stube, sie h├Ârt, wie Jesus von Menschen erz├Ąhlt, denen er begegnet ist, und wie er ein neues Gebet spricht und mit seinen J├╝ngern singt. Schnell schl├╝pft sie in den Raum, setzt sich hin, nahe bei Jesus, damit sie ja kein Wort verpasst. Denn sie wei├č: Bald wird Jesus weiterziehen, und sie will sich alle seine Worte gut merken.

Pl├Âtzlich kommt Martha in die Stube, sie hat eine Sch├╝rze um und riecht nach K├╝che. Martha blickt sich um und entdeckt Maria, die neben Jesus sitzt und ihm zuh├Ârt. Da ├Ąrgert sich Martha: Sie war es doch, die Jesus eingeladen und in die Stube gef├╝hrt hat - sie kocht f├╝r ihn und sorgt f├╝r Getr├Ąnke. Und Maria sitzt einfach nur da und h├Ârt ihm zu!

Martha geht zu Jesus. Der blickt auf und schaut sie freundlich an. Da sagt Martha zu Jesus: ┬äMeinst du nicht auch, dass Maria nicht hier sitzen bleiben, sondern mir helfen sollte?┬ô Jesus antwortet: ┬äMartha, du k├╝mmerst dich um so vieles ┬ľ ich danke dir daf├╝r. Aber schau: Maria hat sich daf├╝r entschieden, hier zu sitzen und mir zuzuh├Âren. Das soll sie auch tun d├╝rfen, das darfst du ihr nicht wegnehmen.┬ô



Am Abend, als Jesus schon wieder weitergezogen ist, sitzen Martha und Maria vor ihrem Haus und reden ├╝ber das, was am Tag passiert war. Martha ist es ganz peinlich, dass Jesus sie vor allen anderen zurechtgewiesen hat. Doch Maria tr├Âstet sie: ┬äWeil du so flink warst und Jesus eingeladen hast, ist Jesus in unser Haus gekommen. Ich bin dir dankbar f├╝r das, was du getan hast.┬ô Und Martha ist froh, dass Maria sich zu Jesus gesetzt hat: ┬äNur weil du dich zu Jesus gesetzt hast, kann nun auch ich h├Âren, was Jesus erz├Ąhlt hat. Bitte sag mir noch einmal die Worte, mit denen Jesus gebetet hat.┬ô

Kreative Vertiefung


Verschiedene Objekte in buntem Durcheinander vor den Kindern ausbreiten:

┬äSchaut her, was hier alles durcheinander liegt: Ein Kochl├Âffel, ein Liederheft, ein Kindergeschirr-Kochtopf, ein Geschirrtuch, eine Bilderbibel ... All dies geh├Ârt zu beiden, zu Martha und zu Maria.



Doch in der Geschichte wurden die Dinge verschoben: Pl├Âtzlich liegen Kochl├Âffel, Geschirrtuch, Besen bei Martha. Und Bilderbibel, Glockenspiel, Liederheft liegen bei Maria.



Was meint ihr: Was w├╝rdet ihr gerne in die Hand nehmen?

Kinder die Objekte ausw├Ąhlen und mit den Objekten spielen lassen, dabei die Kinder auf zwei Seiten verteilen (eine Seite f├╝r Marthas Dinge, eine Seite f├╝r Marias Dinge).
Zum Schluss: Die „Martha-Kinder“ bringen einen Teller mit Nüssen/Brot/Obst o.Ä. zu den "Maria-Kindern" und alle essen gemeinsam davon.

Vorbereitung und Materialien


Max

3 Figuren: Jesus, Martha, Maria

1 "Haus" f├╝r Maria und Martha, evt. mit einem gr├╝nen Tuch als Garten davor.

Korb, in dem die Figuren etc. eingeordnet sind.

"Symbole f├╝r Marta": Besen, Staublumpen, Kochl├Âffel, Kissen ┬ů

"Symbole f├╝r Maria": Bibel, Glockenspiel, Liederheft, ...

Nüsse o.Ä.