... über den Tellerrand hinaus
Startseite > Kirche > Kindergottesdienst > Totengedenken

Totengedenken

     

Gruppe der Vorschulkinder

  • Begrüßung der Kinder
  • Hinweis auf Winter – kalt – dunkel – Totensonntag – Friedhof

Einleitung in die Erzählung

Heute brauchen wir viel Platz: Unsere Geschichte spielt in einer kleinen Stadt.

(Tuch ausbreiten)

Der kleine Junge hier Junge heißt Jakob, er wohnt in diesem Haus.

(Jakob-Figur zeigen, Haus aufstellen, Jakob dazustellen.)

Im Nachbarhaus wohnt eine alte Frau, der Junge nennt sie "Oma Klara", auch wenn sie nicht seine richtige Oma ist.

(Klara-Figur zeigen, zuerst noch ohne Schultertuch)

Oma Klaras Zuhause

Hier wohnt Oma Klara, in einem kleinen Häuschen.

(Haus in der Mitte aufbauen)

Oma Klara liebt Pflanzen, deshalb arbeitet sie viel in ihrem Garten, sie pflegt die Pflanzen und pflanzt neue Blumen an. Im Sommer ist dort immer etwas, das blüht. Wenn sie im Garten arbeitet, singt sie meist dabei – oft sind es Lieder, die man im Kirchengesangbuch finden kann.

(Pflanzen ans Haus stellen) 

Oma Klara wohnt allein in diesem Häuschen, doch das war nicht immer so.

(Jakob)

Ich weiß, das hat Oma Klara mir erzählt:

Als sie jung war, hatte sie einen Mann kennengelernt, Karl. Sie haben geheiratet und vier Kinder gehabt.
Karl war Pfarrer gewesen, deshalb hatte die Familie sie in einem Pfarrhaus gewohnt, nahe der Kirche – aber nicht hier in unserer Stadt.

Erst später, als die Kinder groß waren und Karl nicht mehr arbeiten musste, sind die beiden hierhergezogen, in dieses Haus. Doch dann war Karl krank geworden. Oma Klara hatte ihn gepflegt und auch weiterhin mit ihm gesungen und gebetet. Doch eines Tages starb er und wurde auf dem Friedhof begraben.

Auf dem Friedhof

Seitdem geht Klara oft auf den Friedhof zu Karls Grab.

(Grabfläche mit Zweigen markieren)

Sie hat einen Stein aufstellen lassen mit einem Kreuz darauf und mit Karls Namen.
Sie will damit zeigen, dass Karl Christ war.

(Grabstein aufstellen)

Klara achtet darauf, dass auf dem Grab immer etwas blüht. Sie kümmert sich um die Pflanzen auf dem Grab und gießt sie im Sommer, wenn es heiß ist. Wenn sie beim Grab ist, spricht sie in Gedanken mit Karl und erzählt ihm, was sie selbst erlebt hat oder von ihren Kindern und Enkeln gehört hat. Immer hat sie dabei das Gefühl, dass Karl ihr nahe ist und ihr zuhört.

Heute ist Klara traurig: Es ist Winter geworden und kalt.

(Dunkles Tuch um Klaras Schulter)

Der Boden beim Grab ist hart – hier kann sie nichts mehr pflanzen. Ein letztes Mal in diesem Jahr schmückt sie das Grab und legt einen Kranz aus Zweigen auf das Grab.

(Kranz auf das Grab legen)

Dabei redet sie mit Karl.

(Klara)

Jetzt wird es Winter und ich kann nicht mehr so oft zum Friedhof kommen:
Der Weg ist zu weit und glatt, und am Nachmittag wird es schnell dunkel.
Ich lege den Kranz hierher. Und schau, hier ist ein besonderer Stein; den habe ich von einer Fahrt zu unserem alten Zuhause mitgebracht, aus dem alten Pfarrgarten.

Zum Abschied spricht sie ein Gebet und singt für ihn ein Lied – wieder denkt sie, Karl sei neben ihr und singe mit.

Wieder zu Hause

Zu Hause hat Klara einen kleinen Tisch, auf dem stehen alte Fotos und es liegen auch Briefe darauf, die Karl ihr früher geschrieben hat. Jetzt, im Winter, hat Klara viel Zeit, die alten Briefe nochmals zu lesen.

In der Kirche

Es ist Sonntag früh, die Kirchenglocken läuten schon.

(Kirche aufbauen, Pfarrer dazu, evt. Glocke läuten lassen)

Klara muss sich beeilen, denn sie will rechtzeitig beim Gottesdienst in der Kirche sein. Unterwegs trifft sie Jakob. Zusammen laufen sie zur Kirche – Klara in den Gottesdienst für die Großen, Jakob zum Kindergottesdienst. 

Während der Pfarrer spricht, ist Klara traurig und müde, fast schläft sie ein.
Doch plötzlich hört sie etwas - das hat sie doch schon einmal gehört: Ja, vor vielen Jahren stand Karl vorne in der Kirche und hat diese Worte gepredigt:

(Pfarrer)

Jesus will nicht, dass die Wege unseres Lebens dunkel bleiben.

Er will so bei uns bleiben, dass aus dunklen Wegen Hoffnungswege werden.
Und wenn wir dem Tod entgegengehen, dann dürfen wir sicher sein,
dass auch über den Tod hinaus Jesus Christus bei uns bleibt.

Darum können wir – wie die Kinder im Kindergottesdienst – zusammen singen:

Leb ich, Gott, bist du bei mir,
sterb ich, bleib ich auch bei dir,
und im Leben und im Tod
bin ich dein, du lieber Gott!

Auf dem Weg nach Hause 

Jakob und Klara gehen von der Kirche nach Hause. Jakob erzählt von dem Lied, das sie neu gelernt haben, und zeigt, was sie im Kindergottesdienst gebastelt haben.

(Jakob)

Das Licht kann man an einen Platz stellen zur Erinnerung an jemanden, der nicht mehr lebt.
Ich schenke dir die Kerze für dein Zuhause.

(Kerze anzünden)


Vorbereiten und Mitbringen

  • Tuch
  • 3 Ostheimerfiguren: Klara, Jakob, Pfarrer
  • Holzklötzchen für Wohnhaus und Kirche
  • Steinkreuz und Pflanzen für das Grab
  • Schultertuch für Klara, kleiner Kranz, Stein
  • evt. kleine Glocke
  • Kerze und Streichhölzer
  • evt. drei Sprecher
  • Bastelaktion mit Zweigen und Kerzen

Freising, 18.11.2007


Krippenspiel für Familien- und Kindergottesdienst: Weihnachten bei Familie Luther: Vom Himmel hoch ...